Die Möglichkeit der verstärkten Säureausscheidung durch die Monatsblutung entfällt im Klimakterium.
Auch hier wird über vermehrten Haarausfall berichtet. Frauen im Klimakterium sind besonders stark von Osteoporose bedroht. Die Elimination überschüssiger Säuren verbessert auch die Verfügbarkeit von Calcium und die Mineralisierung des Knochens.
Vor einer unkritischen Anwendung von basischen Substanzen ist abzuraten.
Übersäuerung ist auch behandlungsbedürftig. Ist der Organismus massiv und chronisch übersäuert, hat er dafür einen Grund, diesen gilt es herauszufinden. Außerdem kann eine kurzfristige Übersäuerung des Blutes sogar sinnvoll sein. Bei Stressreaktionen wird der Organismus damit Leistungsfähiger.
Leidet ein Betroffener jedoch unter Beschwerden, ist die Azidose chronisch und stark ausgeprägt und ist
die Ursache eine falsche Lebensführung, dann ist die Korrektur des Säurewertes mit einem geeigneten Mittel ein sinnvoller und ganzheitlicher Ansatz. Besonders für Allergiker, Menschen mit Osteoporose, bestimmten Nierenerkrankungen oder nachlassender Nierenfunktion im Alter ist er sinnvoll, manchmal sogar lebensnotwendig geeignete magensaftresistente Basen-Präparate einzunehmen.
"Macht sauer lustig?". Diese überlieferte Volksweisheit mag ja auf den Genuss von Cocktails zutreffen, nicht jedoch auf den Säurewert des Körpers. Im Gegenteil: ist der Körper nicht (mehr) in der Lage, einen Überschuss an Säure zu neutralisieren, können Befindlichkeitsstörungen oder gar Krankheiten die Folge sein. Mit einer chronischen Übersäuerung ist nicht gemeint, dass der Patient unter "saurem Aufstoßen" oder Sodbrennen leidet. Dies ist medizinisch eine Hyperazidität. Wenn vom "Zivilisationsproblem der Übersäuerung" gesprochen wird, ist die Azidose gemeint:
Eine Übersäuerung des Blutes. Bewegungsmangel, Stress und falsche Ernährung tragen dazu bei, dass der Organismus Säuren anhäuft, u. a. Salze der Milchsäure, die Laktate. Der Volksmund spricht dann von "Schlacken", die wiederum andere Erkrankungen begünstigen können. (Matthias Bastigkeit, Fachdozent für Pharmakologie)
Symptome einer chronischen Übersäuerung können sein:
Appetitlosigkeit ,Übelkeit, Haarausfall, Immunschwäche, Antriebsschwäche, Müdigkeit sowie rasches Ermüden.
Unter einer chronischen Übersäuerung leidet der gesamte Organismus. Jedes Organ drückt dies mit "seiner Sprache" aus - jedes Organ leidet anders: